Am Montagabend trat die Zweite zum ersten Pokalspiel im Just-as-Well Pokal beim TV Fischbek IV an. Die Gastgeber spielen in der Kreisklasse, also 2 Ligen tiefer als die Rothosen. Das Endergebnis zeigt, dass das Partie lässig nach Hause geschaukelt wurde...oder doch nicht?

Stephan Weinberg konnte für das Spiel auf den vollen Kader zugreifen, das Team war zeitig in der Sporthalle in Neugraben eingetroffen und nahm auch das Aufwärmen deutlich ernster, als die Fischbeker Oldies, die sich gegenüber gemächlich warm daddelten.

Finn Wagner brachte sein Team nach 1:40 Minuten 1:0 in Führung. Cut - Klappe - Schnitt!!! Wir blenden uns nun aus dramaturgischen Gründen genau 40 Spielminuten später wieder ins Spielgeschehen ein. Es ist 21:10 Uhr, Fischbek hatte gerade das 18:14 geworfen und die Zweite lief in einem ziemlich blutarmen Auftritt einem zwischenzeitlich auf bis zu sechs Tore angewachsenen Rückstand hinterher. Ein Spiel zum Wegschauen aus Sicht des BMTV. Fischbek konnte bis dato nach belieben schalten und walten und erfreute sich an der kaum vorhandenen Gegenwehr in der Barmstedter Defensive. Die Einstellung zum Spiel und die mangelnde Beweglichkeit in der Deckung als auch im Angriff ließen einfach nicht mehr zu. Und auch Fischbeks Torwart tauchte häufig in die richtige Ecke, wenn der Ball doch mal Richtung Tor kam. [Wer mag, füge hier nun eine beliebige Pokalfloskel ein]

Doch noch in derselben Minute war es dann für die Gastgeber plötzlich vorbei mit der Herrlichkeit. Der 18. Treffer sollte bis zur letzten Spielminute das vorerst letzte Tor gewesen sein. Die BMTV-Abwehr war nun endlich präsenter und hielt den Gegner, dem langsam auch die Kräfte auszugehen schienen, erfolgreich vom eigenen Tor fern. Und auch im Angriff funktionierte vieles besser. Durch Kreuzen konnte speziell Lasse Ott immer wieder in eine gute Wurfposition im Rückraum gebracht werden, und auch einige Tempogegenstöße brachten die Rothosen Stück für Stück näher an den Ausgleich, der dann in der 50. Spielminute fiel. Außerdem zeichnete Stephan Rickert sich an diesem Tag als bester und sicherer Schütze aus und brachte vor allem seine sechs Strafwürfe, den letzten mit einem sehenswerten Heber, souverän im Tor unter. Die Gastgeber hatten inzwischen den Faden komplett verloren und schwächten sich durch einige Zeitstrafen zusätzlich. In der 58. Minute hatte sich die Zweite schließlich auf sechs Tore abgesetzt (18:24), bevor Fischbek 15 Sekunden vor Schluss noch ein letztes Mal einnetzen konnte. 

Der nach außen souverän wirkende Sieg gegen einen unterklassigen Gegner war also tatsächlich ein relativ schweres Stück Arbeit. Erst spät machte es Klick bei der Zweiten und ein anscheinend konditionell abbauender Gegner begünstige dann zusätzlich die trotzdem sehr imposante Wende in dieser Partie. Auf solche glücklichen Umstände sollte sich das Team zukünftig jedoch nicht mehr verlassen. 

Spielfilm: 6:4 (10. Min.), 11:6 (20. Min.), 14:10 (30. Min.), 17:14 (40. Min.), 18:18 (50. Min.), 19:24 (60. Min.)